PARTEI wehrt sich gegen Christenzwang

Die Partei „Die PARTEI“ ist der Stadtverwaltung Bad Kreuznach sowie Pfarrer Dr. Claus Clausen von der evangelischen Kirchengemeinde zu Dank verpflichtet. Beide haben sich für ein Verbot der humanistischen „Jesus is a dancer“-Heidenspaß-Tanzparty ausgesprochen, die die PARTEI ursprünglich im Keller des AJK-Jugendzentrums am Karfreitag ab 21 Uhr durchführen wollte. „Wir danken Stadt wie Kirche, dass sie dadurch aufzeigen, dass wir immer noch in Zeiten leben, in denen Christen ihren nicht-christlichen Mitmenschen ihren Willen aufzwingen können statt den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen“, sagen der PARTEI-Landesvorsitzende Sebastian Evelyn Beuth sowie PARTEI-Kreisvorsitzender Stefan Butz.

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Heidenspaß-Party: so geht’s

Wir verraten jetzt unseren Trick, wie wir die Heidenspaß-Party an Karfreitag durchziehen wollen:

“Laut einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2016 gilt das in einigen Bundesländern strikt verfolgte “Tanzverbot an Karfreitag” nicht, wenn der Tanz ‘Ausdruck eines weltanschaulichen Bekenntnisses” ist'”, schreibt der Humanistische Pressedienst.

Also müsst ihr beim Eintritt folgendes schriftlich versichern: “Ich versichere hiermit, a) dass ich einer humanistischen Weltanschauung folge, b) weder an Götter noch an Elfen, Kobolde oder Dämonen glaube und c) dass jede noch so kleine rhythmische Zuckung meines Körpers auf der Heidenspaß-Party Ausdruck dieses weltanschaulichen Bekenntnisses ist.”

Dann gibt’s noch ein entsprechendes Filmchen (5 Minuten) und Infomaterial liegt selbstverständlich auch aus.

Und dann: Tanzen, tanzen, tanzen!

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Drei Wahlen in Hargesheim

Gleich dreimal wurden Mitglieder der Partei „Die PARTEI“ und Ihres Jugend- und freizeitpolitischen Arms, der Hintnerjugend, benannt nach Tom Hintner, dem Chefgrafiker des Satiremagazins Titanic, bei ihrem Versammlungsmarathon in Hargesheim begrüßt: Bei der Mitgliederversammlung des Kreisverbands, der des Ortsverbands Bad Kreuznach und eben besagter Hintnerjugend für den Bereich Rhein-Nahe-Hunsrück. Kreisvorsitzender Stefan Butz und sein Stellvertreter, der Ortsvorsitzende Jörg Kreuter, blickten zufrieden auf das Jahr 2017 zurück: Der PARTEI-Landratskandidat Philipp Dietrich, der „das Naheland wieder sexy“ machen wollte, sorgte Anfang vergangenen Jahres für einiges Aufsehen und auch bei der Bundestagswahl im September mischte die Satire-Partei, die einst in den Titanic-Redaktionsräumen gegründet wurde, mit.
Die Lokalsatiriker wählten auch einen neuen Vorstand: Butz wurde als Kreisvorsitzender bestätigt, Kreuter als sein Stellvertreter. Weiterhin Kreisbeisitzer bleibt Philipp Dietrich. Neu im Kreisvorstand als Beisitzer sind Pascal Reichardt sowie Florian Kolling. Weiter im Amt bleibt Philipp Fuß. An der Spitze des Ortsverbands Bad Kreuznach steht weiterhin Jörg Kreuter, sein Stellvertreter ist Philipp Dietrich, als Beisitzer fungieren Kay Exner, Pascal Reichardt und Stefan Butz. Im Amt bleibt Schatzmeisterin Laura Schäfer. Bei der Hintnerjugend Rhein-Nahe-Hunsrück wurde Philipp Dietrich als Vorsitzender bestätigt, sein neuer Stellvertreter ist Florian Kolling, als Schatzmeister wurde Björn Hillmann gewählt.